Lebe frei & wahrhaftig – trotz deiner Angst vor Zurückweisung

Viele Menschen haben Angst davor, von anderen abgelehnt oder zurückgewiesen zu werden. Auch ich selbst kenne diese Angst sehr gut. Diese Angst kann uns jedoch lähmen, uns abhalten davor, das Leben zu führen, das wir wirklich leben möchten. Authentisch und wahrhaftig zu sein. Und daher ist es so wichtig, uns ganz bewusst mit dieser Angst in uns auseinanderzusetzen und einen Weg zu finden, diese gut in unser Leben zu integrieren. Sodass diese nicht mehr unser Handeln leitet und wir unser Leben frei gestalten können, genau so, wie wir das möchten. Ich möchte dir hier darüber erzählen, was mir selbst dabei geholfen hat, einen neuen Umgang mit meiner Angst vor Zurückweisung zu finden und wie ich freier davon wurde, sodass ich immer authentischer und wahrhaftiger durch dieses Leben gehen kann.

Wie sich die Angst vor Zurückweisung zeigt

Angst vor Zurückweisung kann sich auf unterschiedliche Arten zeigen. Du erkennst Angst vor Zurückweisung beispielsweise daran, dass du es immer allen anderen Recht machen möchtest, darauf achtest, was die Bedürfnisse und Wünsche der anderen sind und diese möglichst erfüllst. Vielleicht hast du oft auch ein schlechtes Gewissen, Schuldgefühle oder Sorge, andere zu enttäuschen. Gleichzeitig hältst du dich oft zurück mit deinen eigenen Bedürfnissen, sprichst diese nicht immer aus. Oft passiert es auch, dass du vielleicht deine eigenen Grenzen überschreitest, indem du Dinge tust, die du eigentlich nicht tun möchtest. Aber um auf keinen Konflikt zu stoßen, tust du es dennoch. Vielleicht versuchst du auch, möglichst gelassen und unkompliziert zu sein, um anderen nicht „zu viel“ zu sein. Im Zweifelsfall sprichst du lieber nicht aus, wenn dich etwas stört oder ärgert und du redest dir ein „Dass es eh ok ist“. Insgesamt hält dich deine Angst vor Zurückweisung davor zurück, dich so zu zeigen, wie du wirklich bist: mit deinen Bedürfnissen, Wünschen, Grenzen. Mit deinem gesamten Spektrum an Emotionen, das in dir ist. Und das ist dauerhaft sehr schmerzhaft, weil du dich durch dieses „Zurückhalten“ permanent selbst zurückweist. Aber dazu weiter unten noch mehr.

Die Gründe hinter deiner Angst

In den meisten Fällen haben Menschen mit Angst vor Zurückweisung früh gelernt, dass sie auf Ablehnung stoßen, wenn sie alles von sich zeigen. Vielleicht hast auch du in deiner eigenen Geschichte ähnliche Erfahrungen gemacht. Viele von uns haben gelernt, dass es zu einem Konflikt kommt, wenn wir unsere Bedürfnisse aussprechen. Oder wenn wir uns mit unserer gesamten Gefühlswelt öffnen und den anderen gegenüber zeigen. Wir haben erfahren, dass unsere Bedürfnisse zu viel, zu kompliziert, nicht erwünscht sind. Oder auch unsere Emotionen nicht passen, nicht angemessen sind. Dass wir zu sensibel sind, zu verträumt, zu schüchtern, zu schwierig. So haben wir gelernt, dass alles viel „leichter“ ist, wenn wir uns anpassen. Wenn wir uns mit unseren Bedürfnissen zurück halten. Wenn wir unsere Wünsche und Träume lieber nicht aussprechen. Diese Strategie hat uns geholfen. Diese Strategie hat uns gedient. Aber irgendwann hätte die Strategie eigentlich ausgedient gehabt, wir hätten sie eigentlich nicht mehr gebraucht. Aber dennoch haben wir sie nach wie vor unbewusst angewandt. Denn so einen Angst, die sich schon früh entwickelt hat, sitzt natürlich tief.

Die Folgen, wenn dich Angst vor Zurückweisung leitet

Wenn dich also auch heute noch Angst vor Zurückweisung leitet, wenn sie dein Handeln prägt, dein Verhalten beeinflusst, dann hat diese Angst einen großen Impact auf dein Leben. Dein Leben von der Angst vor Zurückweisung bestimmen zu lassen, bedeutet: Die anderen sind immer wichtiger als du. Die Verbindung zu anderen ist immer wichtiger als die Verbindung zu dir selbst. Und das ist auf Dauer sehr sehr schmerzhaft – und hinterlässt Spuren. Denn wir verlieren dadurch den Kontakt zu uns selbst. Wir verlernen, zu spüren, was unsere wahren Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte sind. Wir steigen dann viel zu oft über unsere eigenen Grenzen – oder lassen andere darüber steigen. Oder wir treten unsere Standards und Werte mit Füßen. In uns herrscht dann so ein diffuses Gefühl von „Ich kann mich nicht auf mich selbst verlassen“. Wir vertrauen uns selbst nicht ganz – und oft fühlt es sich so an, als hätten wir kein Vertrauen ins Leben. Wenn uns die Angst vor Zurückweisung leitet und wir oft alles tun, um es anderen recht zu machen, dann fühlen wir uns auch sehr abhängig. Abhängig von den Umständen im Außen, abhängig von anderen. Wir fühlen uns irgendwie ausgeliefert, vielleicht ohnmächtig. Wir fühlen uns nicht als die Gestalterin/der Gestalter unseres Lebens. Und all das kann dauerhaft sehr belasten. Uns traurig machen. Ein ungutes Gefühl in uns selbst auslösen. Wir sind dann irgendwie unzufrieden, unglücklich – und können diese Gefühle aber nicht so richtig greifen. Oder an etwas Konkretem festmachen. Das, was so schmerzhaft ist: Wenn wir uns von der Angst vor Zurückweisung leiten lassen, die anderen immer wichtiger nehmen als uns selbst, dann weisen wir uns permanent selbst zurück. Und es passiert somit genau das, wovor wir eigentlich so große Angst haben. Und zwar durch uns selbst.

Wie du dich von deiner Angst vor Zurückweisung befreist

Ganz wichtig ist aus meiner Erfahrung: Dich von deiner Angst vor Zurückweisung zu befreien, bedeutet, nicht, dass du sie „loswerden“ musst. Es geht vielmehr darum, dass diese Angst dein Handeln nicht mehr unbewusst leitet. Es geht darum, dass du wieder zur Gestalterin/zum Gestalter deines Lebens wirst. Dass du dein Leben so gestaltest, wie du das möchtest, dass du dir erlaubst, so zu sein, wie du wirklich bist – trotz deiner Angst vor Zurückweisung. Denn – und das ist schon mein erster wichtiger Punkt am Weg zu deiner Befreiung von dieser Angst:

Du bist so viel mehr als diese Angst
Du bist Mensch. Ein komplexes Universum. Und du bist natürlich so, so, so viel mehr als deine Angst vor Zurückweisung. Wenn du mal tief in dich hineinfühlst, dich beobachtest, im Laufe eines Tages, im Laufe einer Woche, dann wirst du merken: Da ist so viel mehr in dir, als diese Angst. Da ist die Stärke in dir. Und die Leichtigkeit. Und auch der Mut. Da ist Leidenschaft in dir. Und Neugierde. Ausdauer. Kraft. Spielfreude. Kindlicher Entdeckergeist. Und und und ….. was auch immer es ist, was du in dir entdecken kannst, du bist mit Sicherheit viel viel mehr als diese Angst.

Diese Angst sagt nichts über dich als Mensch aus
Diese Angst vor Zurückweisung, die du in dir trägst, sagt nichts über dich als Mensch aus. Sie sagt nichts über deinen Wert aus. Sondern einfach nur etwas darüber, was du in deiner Geschichte erfahren hast. Wenn deine Geschichte anders gewesen wäre, hätte sich diese Angst in dir gar nicht so entwickelt. Und dennoch bist du der gleiche Mensch. Daher sagt diese Angst niemals etwas über dich und deinen Wert aus.

Gib den Widerstand auf
Vielleicht möchtest du diese Angst vor Zurückweisung unbedingt „loswerden“. Mir selbst ging es lange Zeit so. Ab dem Moment, als ich entdeckte, dass ich diese Angst in mir trage, wollte ich sie unbedingt loswerden. Ich habe mich so dafür geschämt und schlecht gefühlt, dass ich diese Angst in mir trage. Ich konnte nicht darüber sprechen, gerade eben weil ich mich dafür geschämt hatte. Und Sorge hatte, dass ich genauf für diese Angst abgelehnt werde. Doch als ich erkannte, dass diese Angst in mir nichts über mich als Mensch aussagt, konnte ich meinen inneren Widerstand aufgeben. Und einfach annehmen, dass die Angst ein Teil von mir ist.

Ehre deine Angst, sie ist Teil deiner Menschlichkeit
Plötzlich konnte ich mit ganz anderen Augen auf meine Angst vor Zurückweisung schauen. Ich habe erkannt, dass sie ein Teil meiner Menschlichkeit ist. Dass sie einfach nur zeigt, dass ich Mensch bin. Ein Mensch mit Geschichte, ein Mensch mit bestimmen Erfahrungen, ein Mensch mit Emotionen. Ein Mensch mit Verletzungen. Und das ist alles sehr sehr normal und zutiefst menschlich. Ich habe erkannt, dass ich durch diese Angst auch zu dem Menschen geworden bin, der ich bin. Und habe begonnen, mich für meine Verletzlichkeit, ja, auch für diese Angst, wertzuschätzen und anzunehmen. Ich konnte so meiner Angst immer liebevoller begegnen und in eine gute, heilsame Verbindung mit ihr treten.

Die Verbindung zu dir selbst ist immer wichtiger als die Verbindung zu anderen
Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Du bist der Mensch, der immer an deiner Seite ist, bis zu deinem Lebensende. Und diesen Menschen solltest du wirklich wichtig nehmen. Daher ist die Verbindung zu dir selbst immer wichtiger als die Verbindung zu anderen. Du willst dich gut um dich kümmern, deine Bedürfnisse achten, deine Wünsche ernst nehmen. Du willst dir selbst Gutes tun. Dich achten, dich selbst nicht im Stich lassen. Auch dann, wenn es bedeutet, dass andere mal von dir enttäuscht sind – oder dich zurückweisen.

Habe keine Angst vor dem Gefühl, dass eine Zurückweisung in dir auslöst
Meine Angst vor Zurückweisung ist besonders stark in Verbindung mit Männern aufgetreten. Und dabei ging es niemals darum, dass ich Angst vor dem Alleinsein hatte. Es war immer die Angst vor diesem einen Moment, in dem ich vom anderen abgelehnt werden könnte. Vor diesem schmerzhaften Gefühl hatte ich irrsinnige Angst. Aber als ich begann, mich bewusst mit meiner Angst vor Zurückweisung auseinander zu setzen und mich entschied, mich nicht mehr von ihr leiten zu lassen, habe ich es viel öfter gewagt, das Risiko einer Zurückweisung einzugehen. Und natürlich bin ich auch auf Zurückweisung gestoßen. Aber ich habe immer mehr die Erfahrung gemacht: Ich kann diesen Moment, dieses Gefühl, das in diesem Moment der Zurückweisung auftritt, aushalten. Ich kann mich darin selbst halten. Und dadurch hat die Sorge vor diesem Moment dann immer mehr nachgelassen.

Fasse den Mut, mit einem offenen Herzen zu leben & übe dich in Verletzlichkeit
Als mir bewusst wurde, dass mich in der Vergangenheit sehr oft Angst vor Zurückweisung in meinem Tun, in der Gestaltung meines Lebens geleitete hatte, habe ich mich entschieden: „Das möchte ich nicht mehr! Ab sofort übernehme ich wieder das Ruder und gestalte mir mein Leben, so wie es mir gut tut – trotz meiner Angst vor Zurückweisung.“ Ich habe mein Herz ganz bewusst geöffnet, weil ich gespürt habe, dass ich mich aufgrund meiner Angst viel zu oft geschützt hatte, ich in Begegnungen mit anderen vorsichtig durchs Leben gegangen bin. Aber dass mich das so sehr davor abgehalten hatte, frei und wahrhaftig zu sein. Und das wollte ich einfach nicht mehr. Ich wollte ganz wahrhaftig leben, also habe ich mich geöffnet und mich in unterschiedlichsten Situationen ganz bewusst in Verletzlichkeit geübt.

Rejection isn’t real – lass den Gedanken los, dass du für das, was du bist, abgelehnt wirst
Ablehnung gibt es nicht. Du kannst niemals als Mensch abgelehnt werden. Ja, andere Menschen können dich ablehnen für etwas, was du gesagt hast. Für eine Handlung. Für ein Bedürfnis, das du ausgesprochen hast. Für Wünsche, die du hast, und die deinem Gegenüber nicht gefallen. Für Werte, die dir wichtig sind, und die der andere nicht nachvollziehen kann. Aber du kannst niemals als Mensch abgelehnt werden. Nicht alle Menschen gehören zu uns – und das ist mehr als ok.

Vertraue darauf, dass die richtigen Menschen zu dir finden, wenn du dich ohne Angst so zeigst, wie du bist
Du kannst tief darauf vertrauen, dass die richtigen Menschen zu dir finden werden, wenn du dich zeigst, so wie du bist. Mit allem: deinen Bedürfnissen, deinen Gefühlen, deinen Wünschen, Sehnsüchten, Träumen. Wenn du deine Grenzen zeigst. Das, was dir wichtig ist. Wenn du dich verbiegst, um es anderen Recht zu machen, wenn du dich anpasst, weil du denkst, du müsstest so oder so sein, damit du nicht abgelehnt wirst, dann verpasst du eine große Chance: Nämlich die Chance, dass die Menschen, die zu dir gehören, dich erkennen können. Denn nur, wenn du dich so zeigst, wie du bist – trotz und mit deiner Angst – können dich diese Menschen auch erkennen. Daher darfst du tief darauf vertrauen, dass sich alles für dich entwickeln wird, wenn du mutig losgehst, dich nicht mehr von einer Angst leiten lässt, sondern dir erlaubst, dich so zu zeigen, wie du bist.

Hol dir Support, wir Menschen sind hier, um uns gegenseitig zu unterstützen
Ich selbst habe mir auf meinem Weg viel Unterstützung von Außen geholt. Immer dann, wenn ich gespürt habe, da komme ich alleine nicht weiter. Oder da möchte ich jetzt nicht alleine durchgehen. Und auch heute mache ich das immer wieder, wenn ich es spüre. Wir Menschen sind hier, um uns mit unseren Geschenken, die wir in uns tragen, gegenseitig zu unterstützen. Wir sind soziale Wesen und wir können voneinander lernen. Von der Weisheit, die jede und jeder einzelne von uns in sich trägt. Von den Erfahrungen, die wir alle gemacht haben. Daher hab keine Scheu davor, dich unterstützen zu lassen. Es ist aus meiner Erfahrung, das beste Geschenk, dass du dir auf deinem eigenen Weg der Entwicklung machen kannst.

Auch ich bin hier, um andere Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann schau gerne HIER vorbei und erfahre mehr über meine Coaching-Arbeit.