Yoga & ich

Yoga ist seit rund sechzehn Jahren Teil meines Weges. Begonnen habe ich mit Sivananda-Yoga, kurz danach landete ich ganz woanders: nämlich im Hotroom bei Bikram-Yoga (gepusht von meiner inneren Treiberin, die dachte, es müsste möglichst antrengend sein); später kamen weitere Yogastile, vor allem Power-Yoga, Vinyasa-Yoga und Jivamukti-Yoga hinzu. Irgendwann wollte ich noch viel mehr wissen und meine Praxis vertiefen – so habe ich bei Nancy Krüger ein 200-Stunden Yoga Alliance zertifiziertes Teacher Training absolviert und Workshops sowie Masterclasses bei Leslie Kaminoff, Bryan Kest und Lynn Whitlow besucht. Später folgten tiefe Auseinandersetzungen mit den Teachings von Londin Angel Winters, Justin Patrick Pierce, John Wineland und Sophie Josephina und ihren Zugängen zu Intimität und Beziehungen aus einer yogischen Perspektive. Der traumasensitive Yoga-Ansatz von Larissa Friedl und eine Weiterbildung bei ihr hat mir den Zugang zu einem weiteren wesentlichen Puzzlestein für meinen ganz persönlichen Yogastil eröffnet.

Yoga ist mein täglicher Begleiter. Auf meiner Yogamatte, indem ich Asanas übe, Atemübungen mache und Entspannung im Savasana erfahre. Und auch draußen in der Welt ist Yoga stets DA:
– in meinem Alltag, am Weg durch die Stadt – wenn ich z.B. in der überfüllten U-Bahn stehe und durch die Verbindung mit meinem Atem in einem Umfeld voller Stress einen Moment der Balance in mir kreiere.
– während meiner Arbeit als Fotografin, indem ich auf einen ruhigen Atem achte, ganz bewusst das Yoga des Sehens praktiziere und mit Intention auf den Auslöser drücke.
– in Trigger-Momenten, in denen ich mich an die Tantra-Lehre erinnere und mit dem Zugang „What you touch fully dissolves“ der Intensität, die da ist, begegne.
– in meinen Beziehungen, indem ich über meinen Atem in meinem Körper ankomme, weich werde, dem Moment begegne und mein Herz zum Ausdruck bringe. Auch das ist Yoga. Ebenso wie das Bewusstsein und Gefühl für die Polarität von femininen und maskulinen Kräften in mir und ein fluides, dogma-freies Verkörpern dieser.
– in meinem gesamten Leben, in dem ich mich immer wieder an meine Wahlfreiheit und Handlungsmöglichkeiten erinnere, an die Freundlichkeit zu mir selbst (Maitri, wie es auch in der Yogaphilospophie gelehrt wird) sowie an die Möglichkeit, Sicherheit in meinem Körper zu finden und die Verbindung zu mir zu fühlen.